{"id":297,"date":"2014-10-05T16:40:48","date_gmt":"2014-10-05T14:40:48","guid":{"rendered":"http:\/\/collegiumvocale.info\/?p=297"},"modified":"2024-02-15T23:43:00","modified_gmt":"2024-02-15T21:43:00","slug":"giuseppe-verdi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/collegiumvocale.info\/?p=297","title":{"rendered":"VERDI: Messa da Requiem"},"content":{"rendered":"<h4><a href=\"http:\/\/collegiumvocale.info\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Verdi1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-565 alignnone\" src=\"http:\/\/collegiumvocale.info\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Verdi1.jpg\" alt=\"Verdi\" width=\"326\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/collegiumvocale.info\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Verdi1.jpg 407w, https:\/\/collegiumvocale.info\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Verdi1-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 326px) 100vw, 326px\" \/><\/a><\/h4>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Requiem f\u00fcr Solostimmen, Chor und Orchester<\/h2>\n<h5>Donnerstag, 22. und Freitag, 23. J\u00e4nner 2015, 20 Uhr<\/h5>\n<h5 style=\"text-align: left;\">Congress Innsbruck, Saal Tirol<\/h5>\n<hr>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>DIRIGENT<strong> Francesco Angelico<\/strong><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><strong><strong>SOPRAN Polina Pasztircs\u00e1k<br \/>\nMEZZOSOPRAN<\/strong> Jekaterina Sergeeva<br \/>\n<strong>TENOR<\/strong> Paulo Ferreira<br \/>\n<strong>BASS<\/strong> Simon Lim<br \/>\n<\/strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Tiroler Symphonieorchester Innsbruck<br \/>\n<\/strong><strong>Chor und Extrachor des TLT, Kammerchor Collegium vocale<br \/>\n<\/strong><strong>und Kammerchor Innsbruck, Vocappella Innsbruck<\/strong><\/p>\n<h5>Ursula Strohal (Tiroler Tageszeitung)<\/h5>\n<h1><span style=\"color: #808080;\"><b>\u00dcberw\u00e4ltigende Glaubensmusik den Leidenden<\/b><\/span><\/h1>\n<p>Giuseppe Verdis Requiem fiel in den J\u00e4nner-Konzerten des <i>Tiroler Syinphonieorchesters Innsbruck <\/i>in Tage intensiven Welt-Schreckens. Er ist pr\u00e4sent, wenn nach dem mystischen Eingangsgebet mit dem \u201eDies irae&#8220; die Angstgewalt der Todesvisionen losbricht. Orchesterchef Francesco Angelico l\u00e4sst mit der Spannweite von bittendem, fragendem, hoffendem Lyrismus bis zu ekstatischer \u00dcberw\u00e4ltigung keinen Zweifel daran, dass die politische Aktualit\u00e4t seine Auff\u00fchrung unterf\u00fcttert. \u201eWir m\u00f6chten dieses Konzert den Menschen \u00fcberall in der Welt widmen, die jeden Tag durch Gewalt und Ungerechtigkeit sterben&#8220;, steht auf dem Programmzettel.<\/p>\n<p>Der italienische Dirigent ist einig mit Verdi, dass Glaubensmusik kraftvoll und emotionsgespeist sein darf. Todespanik peitscht die Seelen, die Trompeten des J\u00fcngsten Gerichts umkreisen das Publikum. Voll Inbrunst die Bitte um Gnade. Hohe Beteiligung ist sp\u00fcrbar, es wird eine gro\u00dfe Auff\u00fchrung. Die Ch\u00f6re, einstudiert von Michel Roberge, Bernhard Sieberer und Martin Lindenthal, wuchsen zu einem homogenen und doch transparenten Ensemble heran und leisten Vorz\u00fcgliches wie das Orchester: Chor und Extrachor des Theaters, <i>Collegium Vocale, Vocapella <\/i>und <i>Kammerchor Innsbruck.<\/i><\/p>\n<p>Simon Lim singt die Basspartie lyrisch-konzentriert, Paulo Ferreira die Tenorsoli mit seinen sch\u00f6nsten T\u00f6nen. Jekaterina Sergeevas junger Mezzo hat Durchschlagskraft, wunderbar der leuchtende Pianosopran von Polina Pasztircsk. Ihren schwebenden Kl\u00e4ngen h\u00e4tte Angelico mehr Raum geben k\u00f6nnen, ebenso dem Licht der Fl\u00f6tenverzierungen im \u201eLux aeterna&#8220; &#8211; aber gez\u00e4hlt haben die Passion und Botschaft dieses Abends. Das Publikum dankte stehend mit Ovation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sieghard Krabichler (Tiroler Bezirksbl\u00e4tter)<\/p>\n<h1 style=\"color: #1c1c1c;\"><span style=\"color: #808080;\"><strong>Gro\u00dfer Jubel nach Verdis &#8222;Messa da Requiem&#8220; im Congress<\/strong><\/span><\/h1>\n<p style=\"font-weight: bold; color: #1c1c1c;\">Ein feiner Verdi-Abend mit seiner grandiosen &#8222;Kirchenoper&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"color: #1c1c1c;\">Im Mittelpunkt der &#8222;Messa da Requiem&#8220; steht die Dies-irae-Sequenz, dieses gewaltige musikalische Gem\u00e4lde wird mit der Apokalypse in Zusammenhang gebracht. Und der Opernkomponist Verdi nutzt seine F\u00e4higkeiten auch f\u00fcr diese Totenmesse. So gilt f\u00fcr viele sein Requiem als seine sch\u00f6nste Oper.<\/span><br style=\"color: #1c1c1c;\"><span style=\"color: #1c1c1c;\">Francesco Angelico leitete die Auff\u00fchrung im Rahmen des 3. Symphoniekonzertes des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck. Er \u00fcberzeugte am Pult als absoluter Verdi-Kenner und agierte zudem \u00e4u\u00dferst s\u00e4ngerfreundlich. Klangkultur, Tempi und Dynamik \u00fcberzeugten restlos. Speziell die gewaltigen Dies-irae-Nummern lie\u00df Angelico trotz Klangmasse nie \u00fcbertrieben laut erklingen, daf\u00fcr fein musikalisch, die Tempi bei den gro\u00dfen Fugen im Sanctus und im abschlie\u00dfenden Libera me gaben dem Chor die M\u00f6glichkeit zu einer tollen, durchh\u00f6rbaren Interpretation.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #1c1c1c;\">Dem Orchester scheint Verdi einfach sehr gut zu liegen, mit gro\u00dfer Spielfreude und Disziplin wurde musiziert, kleine Irritationen (wie etwa im Celloregister beim &#8222;Domine Jesu&#8220;) konnten sofort pariert werden. Fein balanciert \u00fcberzeugten Bl\u00e4ser und Streicher, auch das Schlagwerk agierte \u2013 wie in diesem Werk oft \u00fcblich \u2013 nie aufdringlich laut.<\/span><br style=\"color: #1c1c1c;\"><br style=\"color: #1c1c1c;\"><span style=\"color: #1c1c1c;\">Womit wir beim Hauptprotagonisten, dem Chor, w\u00e4ren. Das Werk ist nicht gerade ein Kinderspiel f\u00fcr Chors\u00e4nger, Ausdauer und Technik sind gleicherma\u00dfen gefragt. Und in Innsbruck wurden f\u00fcnf Ch\u00f6re zusammengef\u00fchrt, um Verdi den n\u00f6tigen R\u00fcckhalt zu geben. Chor und Extrachor des TLT, das Collegium Vocale, der Kammerchor Innsbruck und Vocappella Innsbruck wurden zu einem wirklich Gro\u00dfen vereint. Ohne Makel, technisch perfekt vorbereitet, gerieten die \u00fcber 100 S\u00e4ngerInnen nie wirklich an die Grenzen. Ein wunderbarer Genuss.<\/span><br style=\"color: #1c1c1c;\"><br style=\"color: #1c1c1c;\"><span style=\"color: #1c1c1c;\">Bestens abgestimmt sangen die Solisten. Paulo Ferreira sang, wie ein Tenor Verdi singen muss, Erinnerungen an Manricos Stretta wurden dabei wach. So auch bei Bass Simon Lim. Irgendwie mochte man phasenweise an den Schluss von Rigoletto denken. Star des Abends war Sopranistin Polina Pasztircs\u00e1k. Brillante H\u00f6he, ein unglaublich sch\u00f6nes Piano und viel Kraft in der Stimme. Wie w\u00fcrde sie wohl als Gilda, Desdemona oder Elisabetta klingen? Sauber, aber nie an die Qualit\u00e4t von Pasztircs\u00e1k herankommend agierte Jekaterina Sergeeva. Zu viel musste sie sich mit den Noten besch\u00e4ftigen, um wirklich frei dieses Werk zu singen.<\/span><br style=\"color: #1c1c1c;\"><span style=\"color: #1c1c1c;\">Fazit: Gro\u00dfer Jubel und Standing Ovation. Zu Recht.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Requiem f\u00fcr Solostimmen, Chor und Orchester Donnerstag, 22. und Freitag, 23. 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